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Über den Deutschen Spitz

(Text von Frau Silvia Friedrichs, Spitz-Nothilfe e.V. mit freundlicher Genehmigung)
Der Deutsche Spitz ist ein anhänglicher, neugieriger und langlebiger Familienhund, der nebenbei seine Aufgabe als unbestechlicher Wachhund sehr ernst nimmt. Er ist einfach zu erziehen, da er stets aufmerksam ist und eine sehr starke Bindung zu seinem Menschen aufbaut. Somit ist er in der Lage, vieles allein durch das Abgucken zu erlernen. Hier sollte der Halter acht geben, denn der Spitz ist zu intelligent, um nicht seinen Vorteil zu nutzen und die meisten Hundehalter merken es nicht mal.

Ein echter Hingucker ist natürlich seine Bezugsperson, aber auch alles andere in seiner Umgebung entgeht ihm nicht. Wenn hier dieser eine Mensch immer so betont wird, dann ist es gewollt, denn der Spitz hat in der Regel nur einen “Herrn und Meister”, dessen Familie und Besitz von ihm beschützt und behütet wird.

Zitat Richard Strebel:

“Ist er zum persönlichen Schutz des Menschen da, so gibt es kaum einen anhänglicheren Hund als den Spitz, er ist, was nicht genug hervorgehoben werden kann, unbestechlich. Die Beispiele, dass ein Spitz sein Leben für die Bewachung rücksichtslos aufs Spiel setzte, sind nicht selten.”

Seit langer Zeit stellt er seine Vielseitigkeit den Menschen zur Verfügung. Spitze waren die Hunde des "Volkes", der Bauern, Fuhrleute, Händler, Schiffer, für den Zirkus usw. Für alle waren sie unentbehrlich, als Begleiter und lebendige Alarmanlage, daheim als geduldige Spielgefährten für die Kinder und nebenbei auch zum Ratten fangen, Kühe treiben und Gänse hüten. Eine Ausbildung für all diese Aufgaben benötigt der Spitz nicht. Heute nennt man all diese Aufgaben: Familienhund.

Da er ein sehr robuster und nervenstarker Hund ist, eignet er sich heutzutage für viele “moderne” Aufgaben. Von der Arbeit mit Menschen (z.B. im Altenheim ein sehr beliebter Gast “So einen hatten wir früher auch ...” bis hin zum sportlichen Part “Agility”, der Spitz geht spielend mit seinem Menschen durch dick und dünn.

In der Nachkriegszeit hatte er eine wichtige Rolle, was ihn in diesen schwierigen Zeiten sehr beliebt machte. Nicht selten wurde er gegen andere wichtige Waren eingetauscht, was zu seiner Verbreitung beitrug. Später waren seine Dienste nicht mehr so gefragt und die Menschen schauten nach moderneren Hunden.

Die aus diesen harten Zeiten stammende Kettenhaltung an Haus und Hof hat seinen schlechten Ruf leider bestärkt. Wie wohl bei jedem isoliert gehaltenen Hund, war das Benehmen an der Kette nicht freundlich. Im allgemeinen haben Wächter bei Fremden selten einen guten Ruf, wie erklärt es sich sonst, dass man einer frei laufenden Gans lieber aus dem Weg geht.

Somit eilt ihm der Ruf als falscher Kläffer voraus, den aber heute kaum ein Spitzhalter bestätigen kann. Sicherlich schlägt er an, wenn er seinen Menschen vor drohender “Gefahr” warnen kann, aber sobald der Mensch die Kontrolle übernimmt, ist ein gut erzogener Spitz still.

Das Vorurteil des falschen Kläffers wurde ihm inzwischen fast zum Verhängnis. Der Deutsche Großspitz ist auf der Liste der extrem gefährdeten Haustierrassen und der Mittelspitz als stark gefährdet eingestuft. siehe: G-E-H und Vieh e.V.

Als Wachhund hat der Spitz normalerweise keinen ausgeprägten Jagdtrieb. Tierische Eindringlinge im eigenen Revier werden allerdings auch verjagt, d.h. sie werden lautstark bis zur Grundstücksgrenze begleitet.

Durch seine Fellpracht ist der Spitz sehr witterungsunempfindlich, aber dennoch sehr pflegeleicht, wenn man nicht in die Natur eingreift (z.B. durch Kastration). Das Fell neigt kaum zu Verfilzungen und reinigt sich praktisch von selbst. Durch die dicke Unterwolle gelangt kaum Schmutz an die Haut und sobald der dreckige Spitz getrocknet ist, ist der Schmutz von allein raus gefallen. Gut, ein dunkler Teppich ist sicher pflegebedürftig, wenn ein weißer Spitz ihn als seinen Platz zum trocknen auserkoren hat....

Gelegentliches Bürsten ist völlig ausreichend, ausgenommen der Spitz befindet sich im Fellwechsel, da hilft es ihm schon, wenn man beim “Ausbüscheln” hilft.

Der Spitz ist ein Hund für viele Aufgaben, wenn er vernünftig gehalten wird. Er sollte stets seine Selbstständigkeit behalten dürfen, aber trotzdem konsequent und liebevoll geführt werden. Für seinen Menschen wird er alles tun, wenn dieser ihm das nötige Vertrauen entgegen bringt. Mit Drill oder Kadavergehorsam ist dem Spitz nicht beizukommen, er wird es nicht verstehen und diesen Menschen nicht akzeptieren, was auch durchaus mit dem Einsatz seiner Zähne gezeigt wird. Denn eigentlich ist dieser mutige und selbstbewusste Hund ein Sensibelchen, der jede Stimmung seines Menschen aufsaugt.

Sein Vertrauen erhält derjenige, der ihn als eigenständiges Wesen respektiert und ihn zu führen weiß.

Der Verlust seines heiß geliebten Menschen ist somit für den Spitz das Schlimmste was ihm passieren kann. Gepaart mit dem Misstrauen gegen Fremde bedarf es bei einem Halterwechsel viel Geduld. Lässt man ihn alleine entscheiden, wird er den Kontakt aufnehmen, wenn es an der Zeit ist ....

...... hat man keine Geduld, ist der Spitz nicht der richtige Hund.

Mit kurzen Worten ein Zitat von einem Herrn Kammerer, an dem sich bis heute nichts geändert hat:

Charles Kammerer, Wien am 13. April 1899 in der Zeitschrift: “Hundesport und Jagd” über den Spitz:

“Tadellose Treue und Anhänglichkeit, große Wachsamkeit, bis an Frechheit grenzender Schneid, hohe Intelligenz und eine außerordentlich hübsche stramme, auch für das Auge des Laien wohlgefällige Gesamterscheinung”.

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